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Cordinger Mühle und Tradition

Elektrisches Licht wäre eine Lebensgefahr gewesen

11/2019 - Als vor 120 Jahren die Cordinger Mühle noch die Region mit dem wichtigsten Lebensmittel Mehl versorgte, musste man mit Elektrizität, Kerzen und Öllampen sehr vorsichtig umgehen: Sie hätten in der Mühle bei Betrieb und mit Mehlstaub in der Luft zu Explosionen führen können. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es an der Mühle war bei spärlicher Beleuchtung, lud das FORUM zu "Und abends mit Beleuchtung" ein (Foto: Backhaus an der Mühle). Bei Glühwein und Führungen konnte man eines der schönsten Baudenkmäler im Heidekreis bei (elektrischem) Kerzenschein erleben, den man damals noch mit großer Vorsicht hätte überwachen müssen.

 

Kurz vor Weihnachten noch einmal zusammenkommen

12/2019 - Es ist ausdrücklich kein Weihnachtsmarkt, hat sich aber trotzdem mittlerweile zur Tradition entwickelt: sich kurz vor Weihnachten noch einmal treffen, einen Glühwein oder Punsch zusammen trinken und miteinander plaudern. Gemeinsam mit der Bomlitzer und Benefelder Kirchengemeinde hatte das FORUM wieder zum Adventsnachmittag eingeladen. Die Stimmung war fröhlich, es gab viel Musik, gemeinsames Singen und für Paare (oder die es werden wollen) die Möglichkeit, sich unter einem mobilen Mistelstrauch als Glücksbringer zu küssen. Kuchenbuffet, Crepes, Pommes Frites, Champignons und Bratwürste sorgten dafür, dass man nicht hungrig nach Hause ging.

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Einmal im Monat war Backtag für alle

09/2019 - Die Cordinger Mühle stellte in den letzten Jahrhunderten das Mehl her für "unser tägliches Brot", das wichtigste Lebensmittel seit der Steinzeit. Natürlich gab es aber früher im ländlichen Raum noch keine Bäckereien mit täglich frischer Ware. Brot wurde stattdessen auf den Höfen gebacken. Einmal im Monat wurde reihum der Ofen angeheizt, und die anderen Höfe brachten ihre vorbereiteten Teiglinge zum Backhaus. Dort wurden sie in der Backwanne gelagert, um noch weiter aufzugehen und nach und nach durchgebacken zu werden. Im Backhaus an der Cordinger Mühle steht eine dieser Backwannen, die das FORUM beim "Tag der Mühlengeschichte(n)" gezeigt hat.

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Rumpelstilzchen kam in "entschärfter" Version

08/2019 - Zusammen mit dem Kindergarten der Waldorfschule und der Eustachius-Initiative, die sich um Kaffee, Kuchen und Getränke kümmerte, hat das FORUM wieder zum Märchenfest an die Cordinger Mühle eingeladen. Die Puppenbühne Goldener Schlüssel mit Werner und Christine Winkel zeigte in diesem Jahr "Rumpelstilzchen", und zwar in der Urfassung. Entscheidender Vorteil: Am Schluss der Urfassung reißt sich das Rumpelstilzchen nicht in zwei Hälften, sondern fliegt - in etwas kindgerechterer Darstellung - auf einem Kochlöffel davon. Beide Vorstellungen in der Mühle waren wieder bis auf den letzten Platz besetzt.

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Der "Mühlhahn" erinnerte an das Nachfüllen

06/2019 - Es rumpelte in der ganzen Mühle, wenn früher Transportwege, Mahlgänge und Reinigungsautomaten liefen. Der Müller und sein Geselle hatten die Technik zu zweit unter Kontrolle - vom Wiegen des angelieferten Mahlguts bis zum Absacken des Mehls. Dabei hatte sich Mühlentechnik über Jahrhunderte durch "Tipps und Tricks" entwickelt. Diese Hinweise wurden über das "Google von damals" übermittelt: Die Müllergesellen gingen auf die Walz, arbeiteten ein paar Jahre in einem Betrieb und nahmen das Erfahrungswissen später mit zur nächsten Mühle. Ein Beispiel dafür wurde beim diesjährigen Mühlentag mit dem sogenannten Mühlhahn auch in der Cordinger Mühle demonstriert.

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Benefelder Grundschulklasse für Mühlenbilder geehrt

06/2019 - Das FORUM hatte um selbstgemachte Darstellungen der Cordinger Mühle gebeten. Alle Techniken und Formate - ob Fotografie, Gemälde, Zeichnung oder Modell - waren willkommen. Dazu hatte sich die Klasse 3a der Grundschule Benefeld mit ihrer Klassenlehrerin Frau Eckhardt im Vorfeld bei einer Mühlenführung informiert und sich anschließend ans Werk gemacht: Die 16 Schülerinnen und Schüler lieferten jeweils ein Bild ab und bastelten gemeinsam auf Basis der FORUM-Bastelvorlage die Cordinger Mühle nach. Für ihre Mühe ehrte das FORUM die Klasse beim Mühlentag mit einem Eisgutschein, der sicherlich noch vor den Sommerferien eingelöst worden ist.

 

Mien Gott, he kann keen Plattdüütsch mehr ...

04/2019 - In den Dörfern unserer Region wird noch in vielen Familien Plattdeutsch gesprochen. Klar ist aber, dass diese Sprache als besonderes Kulturgut auch im ländlichen Raum mehr und mehr verloren geht. Plattdeutsch sei aber eben nicht nur "Danz op de Deel", sondern gehöre zur Identität und Geschichte unserer Orte, meint Peter Hartwig vom FORUM. Der Kulturverein präsentierte bei seinem Plattdeutschen Nachmittag an der Cordinger Mühle daher Beispiele, wie die Sprache auch ihren Weg in die moderne Zeit gefunden habe. Mit dabei waren die Heidmärker Danzlüüd für das Traditionelle und das Duo Plattgold für Songs von den Beatles, Sting oder Simon & Garfunkel auf Plattdeutsch. 

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Das Leben bestand damals aus Arbeit

03/2019 - Das Leben der Familie Heino, die im 19. Jahrhundert auf dem Mühlenhof lebte und arbeitete, ist mit den vorhandenen Quellen noch am besten dokumentiert. Schnell wird klar, woraus das Leben an der Mühle und auf dem Vollhof im heutigen Benefeld bestand: aus lebenslanger Arbeit, an sechs Tagen in der Woche von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und ohne Urlaubstage im Jahr. In dieser Zeit wurde für das "tägliche Brot" gearbeitet, um zu überleben, und man begann als Kind, das bereits auf die Hühner oder später auf die Ziegen oder sogar Kühe aufpassen konnte. Schließlich arbeitete man auch im Ruhestand solange, wie man es körperlich möglich machen konnte.

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Inschrift von 1810 - kriminalistisches Talent ist nötig

01/2019 - Die frühere Haupttür der Cordinger Mühle war die niedrige an der Seite der Wehrbrücke. Über der Tür ist eine Inschrift aus dem Jahr 1810, die damals beim Neuaufbau der Cordinger Mühle im Türsturz hinterlassen wurde. Sie ist heute leider schon fast verwittert. Nur im rechten Teil kann man heute noch etwas entziffern. Und auf einem Foto von ca. 1930 sieht man zwar noch alles - es ist aber nur so groß wie eine Visitenkarte. Wer kann uns helfen und erkennt mehr oder hat eine kriminalistische Idee, den Text zu dechiffrieren, bitte? Ruhm und Ehre sind ihm oder ihr sicher!

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Adventstag in diesem Jahr an der Bomlitzer Kirche

12/2018 - Zu einem letzten Treffen in diesem Jahr bei Glühwein, Musik, Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Pommes Frites luden die Paulus-Kirchengemeinde und das FORUM zusammen mit anderen Vereinen ein. Wie im letzten Jahr die Cordinger Mühle in Benefeld war in diesem Jahr die Bomlitzer Paulus-Kirche der Ort für das Zusammenkommen der Bürgerinnen und Bürger. Beleuchtung, Glockenläuten, Angebote auf dem Kirchhof und entspannte Adventsstimmung der Gäste machten einen schönen Nachmittag - und pünktlich zum Start schneite es sogar. Weihnachten kann kommen!

 

So sahen die Müller die Mühle in früheren Zeiten nie

11/2018 - Den Vollmond konnte man in diesem Jahr beim "Abend der historischen Gebäude" zwar nicht sehen, aber dafür leuchtete die Cordinger Mühle in einem besonderen Licht. Rot angestrahlt und von innen beleuchtet machte die Cordinger Mühle ein besonders malerisches Bild, als die Abendführung mit Hostoriker Thorsten Neubert-Preine und Wanderführer Peter Kloy startete. Mit Fackeln beleuchtete sich die Gruppe den Weg zur EIBIA-Filterstation und den Benefelder Hügelgräbern, von wo man die Original-Elektrokarre besichtigen ging. Zurück an der Mühle gab es Glühwein zum Aufwärmen.

 

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